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Fish Migration Day 2026

Am 23. Mai. 2026 ist der „World Fish Migration Day“ – an diesem Tag steht die unbeschwerte Wanderung von Fischen im Zentrum.
Fisch wandern aus verschiedenen Gründen von einem Lebensraum in den nächsten: etwa, um zu ihren Laichplätzen zu kommen oder um in kältere Flussabschnitte zu gelangen, wenn sich Gewässer erwärmt.

Der Mensch nutzt Gewässer schon seit Jahrtausenden – entsprechend hat er begonnen, einzugreifen und sie seinen Bedürfnissen anzupassen. Neben Begradigungen und Uferverbauungen sind auch vermehrt Querbauwerke entstanden – etwa zum Hochwasserschutz, im Zuge der Land- und Forstwirtschaft, zur Sicherstellung der Wasserversorgung oder für die Fischerei.

Fischwanderhilfen als Schlüssel zur Durchgängigkeit

Wird ein solches Querbauwerk errichtet, ist es wichtig, dass die Durchgängigkeit erhalten bleibt, dass sich also Fische und alle anderen Wasserlebewesen frei bewegen können. Daher werden sogenannte Fischwanderhilfen gebaut. Diese gibt es – je nach örtlichen Gegebenheiten und Voraussetzungen – in verschiedenen Variationen, von Umgehungsgerinnen über Beckenpässe bis hin zu Fischliften. Die Funktionsfähigkeit der verschiedenen Bautypen ist mittlerweile durch Studien sehr gut belegt.

Luftbild einer Fischwanderhilfe in Österreic

Dass Querbauwerke durchgängig sind, ist aber nicht immer der Fall. Gerade ältere Wehre, Hochwasserschutzbauten und ähnliche Bauwerke sind nicht immer durchgängig. Zu einem kleinen Teil betrifft das auch Wasserkraftwerke. Wichtig ist, dass bei solchen Anlagen im Zuge einer Revitalisierung oder Modernisierung die Durchgängigkeit hergestellt bzw. bei Neubauten beibehalten wird. Das ist auch gesetzlich geregelt. Bei bisher nicht durchgängigen Querbauwerken kann es zudem sinnvoll sein, im Zuge der Herstellung der Durchgängigkeit auch den Bau eines Kleinwasserkraftwerks anzudenken.

Insgesamt sind Kraftwerke am Stand der Technik (also mit Fischwanderhilfe und ausreichender Restwasserabgabe) für Fische und das Gewässer im Allgemeinen unbedenklich – das betrifft auch die Mehrzahl aller Kraftwerke. Der ökologisch verträgliche Bau und die Belassung der Durchgängigkeit wird auch rechtlich durch die Wasserrahmenrichtlinie gefordert.

Trotz dessen werden Fische in heimischen Gewässern immer weniger. Das hat verschiedene Gründe, beispielsweise Schadstoffeinträge, Littering, Überfischung und sich erwärmende Gewässer. Anders als oft behauptet, spielt die Wasserkraft nur eine sehr untergeordnete Rolle.

Fazit

Der World Fish Migration Day ist wichtig – die Durchgängigkeit der Gewässer für Fische elementar. Die Kleinwasserkraft ist sich dieser Verantwortung bewusst: Durch den Bau von Fischwanderhilfen und der Einhaltung der vorgeschriebenen Restwasserabgabe sorgen Betreiber*innen für eine durchgehende Passage von allen Wasserlebewesen – ganz im Sinne des World Fish Migration Day!